Festgeld und Festgeldkonto

Dauer der Festgeldanlage

Die auf einem Festgeldkonto angelegten Beträge sind grundsätzlich für die gewählte Anlagedauer nicht verfügbar. Im Gegenzug ist allerdings auch der Zinssatz nicht, wie zum Beispiel beim Tagesgeldkonto, variabel sondern auf die gesamte Anlagedauer festgeschrieben. Teilweise ist der Zugriff auf das Kapital auch während der Laufzeit der Festgeldanlage unter Zahlung von sogenannten Strafzinsen möglich.

Üblicherweise liegt beträgt der Anlagezeitraum für Festgeld zwischen einem Monat und mehreren Jahren. Je länger eine Geldanlage in Festgeld läuft, desto höhere Zinsen lassen sich in der Regel erzielen. Auch schon bei mittelfristigen Anlagezeiträumen bis zu 24 Monaten werden recht hohe Zinsen eingeräumt.

Bei der Auswahl des passenden Anlagezeitraums sollte daher unbedingt beachtet werden, inwieweit das gebundene Kapital in Zukunft benötigt werden könnte. Besteht die Gefahr, dass das gebundene Kapital möglicherweise während des Anlagezeitraums benötigt wird, bietet sich eher das etwas zinsschwächere Tagesgeldkonto als Geldanlage an.

Kündigung der Festgeldanlage

Bei Geldanlagen in Festgeld ist zwischen Solchen, die ohne besondere Kündigung nach Ablauf der Anlagedauer an den Anleger ausgezahlt werden und Solchen, die einer gesonderte Kündigung zum Ablauf der Anlagedauer (Kündigungsgeld oder Festgeld mit stillschweigender Verlängerung) bedürfen, zu unterscheiden.

Ist Letzteres der Fall, so ist unbedingt darauf zu achten, eine frist- und formgerechte Kündigung vorzunehmen. Andernfalls verlängert sich die Festgeldanlage in der Regel zu den ursprünglich vereinbarten Konditionen um die anfangs vereinbarte Laufzeit. In jedem Fall sollte der Anleger im Kündigungsschreiben mitteilen, wohin die Bank die Auszahlung zu überweisen hat. Ist kein Auszahlungskonto hinterlegt und wird ein solches vom Anleger nicht mitgeteilt, könnte die gegen Mitwirkungspflichten verstoßen, die sich aus den AGB der Banken ergeben.